Der 148. See in Brandenburg wird kommunalisiert – Privatisierung verhindert

Finanzminister Görke übergibt mit dem Großen Grenzsee an die Gemeinde Randowtal in der Uckermark weiteres Gewässer

Amt Gramzow/ Ucker­mark – Das Land Bran­den­burg hat mit dem knapp 21 Hekt­ar mes­sen­den Gro­ßen Grenz­see ein wei­te­res vom Bund über­nom­me­nes Gewäs­ser an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen. Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke über­gab heu­te Mit­tag den Gro­ßen Grenz­see sym­bo­lisch in das Eigen­tum der Gemein­de Ran­dow­tal, die zum Amt Gram­zow im Land­kreis Ucker­mark gehört. Eine ent­spre­chen­de Urkun­de über­reich­te er am Ufer des Sees an den ehren­amt­li­chen Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Ran­dow­tal, Axel Krum­rey, und den Amts­di­rek­tor des Amtes Gram­zow, Rei­ner Schulz.

Der Gro­ße Grenz­see ist einer der ins­ge­samt 194 Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern, die das Land Bran­den­burg vom Bund in vier soge­nann­ten Gewäs­ser­pa­ke­ten über­nom­men hat­te. Um den öffent­li­chen Zugang zu den Gewäs­sern zu erhal­ten und deren mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung zu ver­hin­dern, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die vier Gewäs­ser­pa­ke­te und zahl­te dafür einen Aus­gleichs­be­trag in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro.
„Es ist ein gro­ßer Erfolg für das Land Bran­den­burg und die Men­schen, die hier leben und sich erho­len, dass wir 194 Gewäs­ser und Teil­flä­chen von Gewäs­sern für die All­ge­mein­heit gesi­chert und vor einer mög­li­chen Pri­va­ti­sie­rung bewahrt haben“, beton­te Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke bei der sym­bo­li­schen Über­ga­be des Gro­ßen Grenz­sees. Die 194 Gewäs­ser hät­ten eine Flä­che von 4.490 Hekt­ar, das sei­en umge­rech­net 44,9 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter und zei­ge schon die Bedeu­tung für das Land. Am Ufer des ucker­mär­ki­schen Gewäs­sers zog er auch eine Bilanz zur Kom­mu­na­li­sie­rung der vom Land Bran­den­burg über­nom­me­nen Gewäs­ser: „Von den ins­ge­samt 194 vom Bund über­nom­me­nen Seen und Gewäs­ser­flä­chen haben wir die gro­ße Mehr­heit, näm­lich mit dem Gro­ßen Grenz­see genau 148 an die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen. Von der Gesamt­flä­che von rund 4.490 Hekt­ar sind damit rund 3.670 Hekt­ar an die Kom­mu­nen über­tra­gen wor­den – ohne dass die­se einen Aus­gleichs­be­trag dafür zu ent­rich­ten hat­ten“, bilan­zier­te Gör­ke. Er ver­wies fer­ner dar­auf, dass die rest­li­chen 46 Gewäs­ser oder Gewäs­ser­teil­flä­chen ent­we­der den Kom­mu­nen noch zur Über­nah­me ange­bo­ten wer­den oder beim Land ver­blei­ben, da bei­spiels­wei­se wegen ihrer Bedeu­tung für den Natur­schutz ein vor­ran­gi­ges Lan­des­in­ter­es­se besteht. „In allen 194 Fäl­len ist gesi­chert, dass eine Pri­va­ti­sie­rung der Gewäs­ser aus­ge­schlos­sen ist“, beton­te der Minis­ter.

Vor dem Gro­ßen Grenz­see hat­ten die amts­an­ge­hö­ri­gen Gemein­den des Amtes Gram­zow bereits zwei Gewäs­ser aus den Gewäs­ser­pa­ke­ten vom Land über­nom­men: den Klei­nen See (2,09 Hekt­ar) sowie Flä­chen des Ziem­ken­sees (zusam­men 5,59 Hekt­ar). Auch wur­de der Blan­ken­bur­ger See (66,01 Hekt­ar) über­nom­men, der jedoch nicht Bestand­teil der Gewäs­ser­pa­ke­te war.

Zugleich wies der Finanz­mi­nis­ter auf eine Inter­net­sei­te sei­nes Hau­es hin, die unter der Adres­se https://​kom​mu​na​li​sier​te​-seen​-in​-bran​den​burg​.de alle 194 Seen und Gewäs­ser­flä­chen kar­to­gra­fisch dar­stellt. Nut­ze­rin­nen und Nut­zer kön­nen hier sich für jeden Land­kreis und die kreis­frei­en Städ­te Bran­den­burg an der Havel und Pots­dam die vom Bund über­nom­me­nen Gewäs­ser anzei­gen las­sen.

Rückblick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.

Infor­ma­tio­nen zu allen Gewäs­ser­pa­ke­ten fin­den Sie auch im Pres­se­ser­vice des MdF.

Großer Kastavensee an Fürstenberg/Havel übergeben

Finanzminister Görke eröffnet als Schirmherr 22. Brandenburger Wasserfest in der Stadt und überträgt symbolisch knapp 37 Hektar des Gewässers

Fürstenberg/ Havel – Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Pro­tes­ten gegen eine mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg hat Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke am heu­ti­gen Sonn­abend eine wei­te­re vom Bund über­nom­me­ne Gewäs­ser­flä­che an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen. Der Minis­ter über­gab sym­bo­lisch knapp 37 des 61 Hekt­ar umfas­sen­den Gro­ßen Kast­aven­sees an die Stadt Fürstenberg/ Havel (Ober­ha­vel). Im Rah­men des 22. Bran­den­bur­ger Was­ser­fes­tes über­reich­te Finanz­mi­nis­ter Gör­ke eine ent­spre­chen­de Urkun­de an Bür­ger­meis­ter Robert Phil­ipp. Zuvor hat­te der Minis­ter als Schirm­herr das Was­ser­fest eröff­net. Das bis Sonn­tag dau­ern­de Fest fin­det tra­di­tio­nell über­wie­gend im Stadt­park von Fürstenberg/ Havel direkt am Schwedt­see statt. Finanz­mi­nis­ter Gör­ke sag­te zur Über­tra­gung der Teil­flä­che des Gro­ßen Kast­aven­sees: „Wenn es eine Kom­mu­ne gibt, die exem­pla­risch dafür steht, wie wich­tig es war, dass wir uns als Land beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung der Gewäs­ser ein­ge­setzt haben, wie wich­tig es war, die­se als Land zu über­neh­men und auf die Kom­mu­nen zu über­tra­gen, dann ist es Fürs­ten­berg. Male­risch auf drei Inseln zwi­schen Röblin‑, Baa­len- und Schwedt­see gele­gen, zeigt die Was­ser­stadt anschau­lich, wie wich­tig ein öffent­li­cher Zugang für die Men­schen zu den Gewäs­sern ist. Das gilt gera­de im seen­reichs­ten Bun­des­land Bran­den­burg und beson­ders in der Was­ser­stadt Fürs­ten­berg, die am Tor zur Meck­len­bur­gi­schen Seen­plat­te über traum­haf­te Bade­se­en ver­fügt.“ Der Gro­ße Kast­aven­see ist bis zu 14 Meter tief und 61 Hekt­ar groß. Rund 24 Hekt­ar sei­ner Flä­che sind bereits im Jahr 2005 pri­va­ti­siert wor­den. Die rest­li­chen knapp 37 Hekt­ar des Gewäs­sers über­nahm das Land im Rah­men des soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­kets vom Bund. Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen für ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. „Von den ins­ge­samt 194 vom Bund über­nom­me­nen Seen und Gewäs­ser­flä­chen konn­ten inzwi­schen 143 auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen wer­den“, erläu­ter­te Finanz­mi­nis­ter Gör­ke. Und ergänz­te: „Nach der berech­tig­ten Sor­ge in vie­len Kom­mu­nen, dass der Bund die­se Gewäs­ser pri­va­ti­siert und damit der Zugang erschwert oder sogar unmög­lich wird, ist das ein viel­fa­ches Hap­py End für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor Ort.“ Vor der jewei­li­gen Über­tra­gung haben sich die Kom­mu­nen vor Ort zu der Über­nah­me bereit erklärt. Das Land über­trägt die Gewäs­ser auf die Kom­mu­ne – so auch in die­sem Fall auf die Stadt Fürstenberg/ Havel –, ohne einen Aus­gleichs­be­trag zu erhe­ben. Rück­blick: Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.

143 Seen und Gewässer in kommunaler Hand

Vier weitere Seen auf Kommunen übertragen / Drei im Landkreis Märkisch-Oderland und einer im Landkreis Dahme-Spreewald gelegen

Pots­dam – Das Land Bran­den­burg hat zu Monats­an­fang vier wei­te­re Seen auf die jewei­li­gen Bele­gen­heits­kom­mu­nen vor Ort über­tra­gen. Das größ­te der vier Gewäs­ser ist der 31 Hekt­ar gro­ße Dol­gen­see, der auf die Gemein­de Mär­ki­sche Höhe (Land­kreis Mär­kisch Oder­land) über­geht. Die vier Gewäs­ser gehö­ren zu den ins­ge­samt 194 Gewäs­sern oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern mit einer Gesamt­flä­che von rund 4.490 Hekt­ar, die das Land vom Bund in vier soge­nann­ten Gewäs­ser­pa­ke­ten über­nom­men hat­te. Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die vier Gewäs­ser­pa­ke­te und zahl­te dafür einen Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke erklär­te zur Über­tra­gung der vier Gewäs­ser: „Von den ins­ge­samt 194 vom Bund über­nom­me­nen Seen und Gewäs­ser­flä­chen konn­ten mit den vier wei­te­ren Gewäs­sern nun bereits 143 auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen wer­den. Nach der berech­tig­ten Sor­ge in vie­len Kom­mu­nen, dass der Bund die­se Gewäs­ser pri­va­ti­siert und damit der Zugang erschwert oder sogar unmög­lich wird, ist das ein viel­fa­ches Hap­py End für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor Ort.“

Gleich drei der vier über­tra­ge­nen Gewäs­ser lie­gen im Land­kreis Mär­kisch Oder­land. Der mit 31,13 Hekt­ar mit Abstand größ­te von ihnen ist der Dol­gen­see. Die­ser gehör­te zum ers­ten Gewäs­ser­pa­ket und liegt in der Gemar­kung Rin­gen­wal­de. Er ist zu Anfang Juli auf die Gemein­de Mär­ki­sche Höhe über­ge­gan­gen. Das zwei­te Gewäs­ser ist der Teich im Wie­sen­grund und stammt aus dem drit­ten Gewäs­ser­pa­ket. Die­ses Gewäs­ser liegt in der Gemar­kung Fal­ken­ha­gen und hat eine Grö­ße von rund 1,81 Hekt­ar. Ihn hat die Gemein­de Fal­ken­ha­gen (Mark) über­nom­men. Hin­zu kommt ein nament­lich unbe­kann­tes Gewäs­ser, das eben­falls aus dem drit­ten Gewäs­ser­pa­ket stammt und in der Gemar­kung Alt­fried­land liegt. Die­ses Gewäs­ser ist auf die Gemein­de Neu­har­den­berg über­ge­gan­gen und hat eine Grö­ße von 1,06 Hekt­ar.

Das vier­te Gewäs­ser, der Kobold­see liegt im Land­kreis Dah­me-Spree­wald, Gemar­kung Laa­sow. Die­ses Gewäs­ser mit einer Grö­ße von 2,23 Hekt­ar stammt aus dem vier­ten Gewäs­ser­pa­ket und ist vom Land auf die Gemein­de Spree­wald­hei­de über­tra­gen wor­den.

Vor der jewei­li­gen Über­tra­gung haben sich die Kom­mu­nen vor Ort zu der Über­nah­me bereit erklärt. Das Land über­trägt die Gewäs­ser – so auch in die­sen vier Fäl­len – auf die Kom­mu­nen, ohne einen Aus­gleichs­be­trag zu erhe­ben.

Rück­blick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.

124 Seen und Gewässer in kommunaler Hand

Finanzminister Görke: 74 verschiedene Kommunen haben bereits seit 2015 Gewässer übertragen bekommen / Weitere Gewässer werden 2018 folgen

Pots­dam – Das Land Bran­den­burg hat im Jahr 2017 wei­te­re acht Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern vom Bund über­nom­men. Damit umfas­sen die soge­nann­ten vier Gewäs­ser­pa­ke­te inzwi­schen ins­ge­samt 194 Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern mit einer Gesamt­flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Das geht aus einer Bilanz des Finanz­mi­nis­te­ri­ums zu den Gewäs­ser­pa­ke­ten zum Jah­res­en­de 2017 her­vor. Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die vier Gewäs­ser­pa­ke­te.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke erklär­te zur Bilanz zum Jah­res­en­de 2017: „Von den ins­ge­samt 194 vom Bund über­nom­me­nen Seen und Gewäs­ser­flä­chen konn­ten wir bereits 124 auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen. Ins­ge­samt haben bis zum Ende die­ses Jah­res damit 74 ver­schie­de­ne Kom­mu­nen Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern mit einer Grö­ße von ins­ge­samt rund 3.300 Hekt­ar vom Land über­nom­men. In die­sem Jahr konn­ten wir bei­spiels­wei­se die West­hälf­te des Groß Glie­ni­cker Sees auf die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam über­tra­gen (rund 36 Hekt­ar). Im Land­kreis Dah­me-Spree­wald über­nahm die Gemein­de Bes­ten­see den Ton­see (rund 38 Hekt­ar), im Land­kreis Mär­kisch-Oder­land die Gemein­de Fal­ken­berg den Gamen­see (rund 18 Hekt­ar) und im Land­kreis Ucker­mark die Gemein­de Ucker­land den Lüb­ben­ower See (rund 34 Hekt­ar).“

Zugleich kün­dig­te Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter an, dass zum 1. Janu­ar 2018 fünf wei­te­re Gewäs­ser­flä­chen auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­ge­hen wer­den.

 

Rück­blick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und
‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.

Finanzminister Görke übergibt fünf Seen an die Gemeinde Jamlitz

Damit sind schon 116 der 186 vor Privatisierung bewahrten Seen im Land an Kommunen übergegangen

Pots­dam – Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Pro­tes­ten gegen eine mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg hat heu­te Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke wei­te­re vom Bund über­nom­me­ne Seen an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen: Der Minis­ter über­gab sym­bo­lisch gleich fünf Gewäs­ser an die Gemein­de Jam­litz im Land­kreis Dah­me-Spree­wald. Kon­kret han­delt es sich um eine Teil­flä­che der Las­ke, zwei Karp­fen­tei­che, den Schnei­de­müh­len­teich sowie den Moch­lit­zer See. Bei der Über­ga­be der ins­ge­samt rund 13,6 Hekt­ar gro­ßen Gewäs­ser über­reich­te der Minis­ter dem Jam­lit­zer Bür­ger­meis­ter Wil­fried Göt­ze eine ent­spre­chen­de Urkun­de.

Finanz­mi­nis­ter Gör­ke: „Jah­re­lang sorg­te die Pri­va­ti­sie­rung von Seen in Bran­den­burg für Streit und Unru­he. Dass wir heu­te die­se fünf Seen an die Gemein­de über­ge­ben kön­nen, freut mich des­halb umso mehr. Alle fünf Gewäs­ser sind wich­ti­ger Lebens­raum für Mensch und Tier und unter­lie­gen dem gesetz­li­chen Bio­top­schutz. Vor allem der Moch­lit­zer See wird zudem als hoch­gra­dig schutz­be­dürf­ti­ges Gewäs­ser bezeich­net, das es zu bewah­ren und auch in Zukunft zu pfle­gen gilt.“ Das Land habe trotz der ursprüng­li­chen Auf­fas­sung, dass der Bund die Gewäs­ser kos­ten­los dem Land über­tra­gen möge, die Über­tra­gung gegen einen Aus­gleichs­be­trag aus­ge­han­delt, um hier im Land­kreis Dah­me-Spree­wald und andern­orts im Land die Gewäs­ser in öffent­li­chem Besitz zu hal­ten.

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Über­nah­me von inzwi­schen 186 Seen oder Teil­flä­chen von Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro.

Fer­ner erläu­ter­te der Finanz­mi­nis­ter Gör­ke bei der Über­ga­be, dass von den inzwi­schen 186 über­nom­me­nen Gewäs­ser­flä­chen schon 116 Gewäs­ser in den Besitz der jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort über­ge­gan­gen sind. Für eini­ge Gewäs­ser­flä­chen lägen die Vor­aus­set­zun­gen zur Über­tra­gung auf die Kom­mu­nen noch nicht vor. Ent­we­der es ste­he noch aus, dass das Land als Eigen­tü­mer ins Grund­buch ein­ge­tra­gen sei oder die betrof­fe­nen Kom­mu­nen hät­ten noch nicht den erfor­der­li­chen Über­nah­me­be­schluss gefasst.

Die Gewäs­ser im Ein­zel­nen:

rd. 13,6500 ha
Grö­ße
Die Las­ke 5,0532 ha
Karp­fen­teich [1] 1,4134 ha
Karp­fen­teich [2] 2,3044 ha
Schnei­de­müh­len­teich 1,3821 ha
Moch­lit­zer See 3,4953 ha

* * *

Zum Hin­ter­grund:

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die BVVG auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Inzwi­schen hat sich das Land Bran­den­burg mit der BVVG und der BImA auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te geei­nigt, mit denen das Land ins­ge­samt 186 Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat.

Die Mehr­heit der vom Land über­nom­me­nen Seen wird den jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort oder dem jewei­li­gen Land­kreis zur unent­gelt­li­chen Über­nah­me ange­bo­ten. 20 Gewäs­ser­flä­chen aus dem soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­ket wur­den wegen des ange­mel­de­ten unmit­tel­ba­ren Lan­des­be­darfs der Landes­natur­schutz­flächen­verwaltung beziehungs­weise der Landes­forst­flächen­verwaltung zuge­ord­net. Für die­se Gewäs­ser ist vor­ge­se­hen, dass sie auf Antrag und Gre­mi­en­be­schluss der jewei­li­gen Kom­mu­ne, nach Prü­fung durch das fach­lich zustän­di­ge Minis­te­ri­um und Zustim­mung des Kabi­netts nach einem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren auf die jewei­li­ge Kom­mu­ne über­tra­gen wer­den kön­nen.

Finanzminister Görke übergibt Groß Glienicker See an Landeshauptstadt Potsdam

Damit sind schon 116 der 186 vor Privatisierung bewahrten Seen im Land an Kommunen übergegangen

Pots­dam – Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Pro­tes­ten gegen eine mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg hat heu­te Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke einen wei­te­ren vom Bund über­nom­me­nen See an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen: Der Minis­ter über­gab sym­bo­lisch den west­li­chen, im Land Bran­den­burg gele­ge­nen Teil des Groß Glie­ni­cker Sees an die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam, in deren gleich­na­mi­gen Orts­teil der Groß Glie­ni­cker See liegt. Bei der Über­ga­be des rund 36 Hekt­ar gro­ßen Teils des Sees über­reich­te der Minis­ter im Bei­sein des Orts­vor­ste­hers von Groß Glie­ni­cke, Win­fried Strä­ter, Ober­bür­ger­meis­ter Jann Jakobs eine ent­spre­chen­de Urkun­de. Der öst­li­che Teil des Groß Glie­ni­cker Sees ist rund 30 Hekt­ar groß und liegt auf dem Gebiet des Lan­des Ber­lin.

Finanz­mi­nis­ter Gör­ke: „Jah­re­lang sorg­te die Pri­va­ti­sie­rung von Seen in Bran­den­burg für Streit und Unru­he. Man möge sich nur ein­mal vor­stel­len, der Groß Glie­ni­cker See, des­sen Name der angren­zen­de Pots­da­mer Orts­teil trägt, wäre pri­va­ti­siert wor­den und viel­leicht schon wie­der nicht mehr für die Groß Glie­ni­cker zugäng­lich gewe­sen“, blick­te Finanz­mi­nis­ter Gör­ke bei der Über­ga­be auf der Bade­wie­se zurück und spiel­te damit auf die Zeit der Deut­schen Tei­lung an, als am west­li­chen Ufer des Sees die Mau­er ver­lief. Das Land habe trotz der ursprüng­li­chen Auf­fas­sung, dass der Bund die Gewäs­ser kos­ten­los dem Land über­tra­gen möge, die Über­tra­gung gegen einen Aus­gleichs­be­trag aus­ge­han­delt, um in Groß Glie­ni­cke und andern­orts im Land die Gewäs­ser in öffent­li­chem Besitz zu hal­ten.

Ober­bür­ger­meis­ter Jakobs: „Für die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam ist es wich­tig, dass sie künf­tig über den Bran­den­bur­ger Teil des Groß Glie­ni­cker Sees ver­fü­gen kann. Das ist auch ein Signal für die Wie­der­her­stel­lung der Ufer­zo­ne und einen für die All­ge­mein­heit offen gehal­te­ten Ufer­weg. Ich freue mich auch dar­über, dass die Über­tra­gung die­ser Hälf­te des Sees, wie ver­spro­chen, zum 750. Geburts­tag von Groß Glie­ni­cke über die Büh­ne geht. Das hat eine gro­ße sym­bo­li­sche Bedeu­tung für den Orts­teil, aber auch für die Lan­des­haupt­stadt.“

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Über­nah­me von inzwi­schen 186 Seen oder Teil­flä­chen von Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro.

Fer­ner erläu­ter­te der Finanz­mi­nis­ter Gör­ke bei der Über­ga­be, dass von den inzwi­schen 186 über­nom­me­nen Gewäs­ser­flä­chen mit dem Groß Glie­ni­cker See schon 116 in den Besitz der jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort über­ge­gan­gen sind. Für eini­ge Gewäs­ser­flä­chen lägen die Vor­aus­set­zun­gen zur Über­tra­gung auf die Kom­mu­nen noch nicht vor. Ent­we­der es ste­he noch aus, dass das Land als Eigen­tü­mer ins Grund­buch ein­ge­tra­gen sei oder die betrof­fe­nen Kom­mu­nen hät­ten noch nicht den erfor­der­li­chen Über­nah­me­be­schluss gefasst.

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Zum Hin­ter­grund:

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die BVVG auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Inzwi­schen hat sich das Land Bran­den­burg mit der BVVG und der BImA auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te geei­nigt, mit denen das Land ins­ge­samt 186 Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat.

Die Mehr­heit der vom Land über­nom­me­nen Seen wird den jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort oder dem jewei­li­gen Land­kreis zur unent­gelt­li­chen Über­nah­me ange­bo­ten. 20 Gewäs­ser­flä­chen aus dem soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­ket wur­den wegen des ange­mel­de­ten unmit­tel­ba­ren Lan­des­be­darfs der Landes­natur­schutz­flächen­verwaltung beziehungs­weise der Landes­forst­flächen­verwaltung zuge­ord­net. Für die­se Gewäs­ser ist vor­ge­se­hen, dass sie auf Antrag und Gre­mi­en­be­schluss der jewei­li­gen Kom­mu­ne, nach Prü­fung durch das fach­lich zustän­di­ge Minis­te­ri­um und Zustim­mung des Kabi­netts nach einem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren auf die jewei­li­ge Kom­mu­ne über­tra­gen wer­den kön­nen.

Finanzminister Görke: 2500 Hektar Seen und Gewässer in kommunaler Hand

Seit 2015 wurden 81 Gewässer an 48 Kommunen übertragen und weitere werden folgen

Pots­dam – Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Inzwi­schen sind bereits vier Gewäs­ser­pa­ke­te mit dem Bund aus­ver­han­delt, die ins­ge­samt 186 Seen betref­fen.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke zog zum Jah­res­en­de 2016 Bilanz und erklär­te in die­sem Zusam­men­hang: „In den letz­ten bei­den Jah­ren konn­ten wir bereits 81 Seen und Gewäs­ser­flä­chen mit einer Grö­ße von ins­ge­samt rund 2.500 Hekt­ar auf 48 Bele­gen­heits­kom­mu­nen über­tra­gen. Bei­spiel­haft genannt sei­en hier der Fahr­län­der See mit einer Flä­che von rund 256 Hekt­ar, der auf die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam über­tra­gen wer­den konn­te, sowie der Gro­ße Mochow­see mit einer Flä­che von rund 130 Hekt­ar, der jetzt der Gemein­de Schwie­loch­see gehört. Unser Ziel, mit der Über­nah­me der Seen vom Bund eine Pri­va­ti­sie­rung der Gewäs­ser­flä­chen zu ver­hin­dern und deren öffent­li­che Zugäng­lich­keit für die All­ge­mein­heit zu sichern, wer­den wir auch wei­ter ver­fol­gen. Zum Jah­res­wech­sel 2016/2017 wer­den zwei wei­te­re Gewäs­ser­flä­chen nebst Umgriff auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen: der rund 16 Hekt­ar gro­ße Gan­ti­kower See auf die Stadt Kyritz und der Schma­le See mit einer Flä­che von rund 30 Hekt­ar auf die Gemein­de Hop­pe­gar­ten.“

Rück­blick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 186 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.400 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.

Finanzminister Görke übergibt Großen Mochowsee an Gemeinde Schwielochsee

Damit sind schon 75 der 186 vor Privatisierung bewahrten Seen im Land an Kommunen übergegangen

Schwie­loch­see – Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Pro­tes­ten gegen eine mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg hat heu­te Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke einen wei­te­ren vom Bund über­nom­me­nen See an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen: Der Minis­ter über­gab sym­bo­lisch den Gro­ßen Mochow­see an die Gemein­de Schwie­loch­see (Dah­me-Spree­wald). Bei der Über­ga­be am rund 130 Hekt­ar gro­ßen See über­reich­te der Minis­ter Rai­ner Hil­gen­feld, dem Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Schwie­loch­see, eine ent­spre­chen­de Urkun­de.

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Über­nah­me von inzwi­schen 186 Seen oder Teil­flä­chen von Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro.

Jah­re­lang sorg­te die Pri­va­ti­sie­rung von Seen in Bran­den­burg für Streit und Unru­he. Auch die Ein­woh­ner und Kom­mu­nal­ver­tre­ter Ihrer Gemein­de woll­ten den all­ge­mei­nen Zugang und die öffent­li­che Nut­zung des Gro­ßen Mochow­sees erhal­ten“, blick­te Finanz­mi­nis­ter Gör­ke bei der Über­ga­be zurück. Das Land habe die­ses Anlie­gen unter­stützt und daher ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Absicht den Aus­gleichs­be­trag gezahlt. Der Gro­ße Mochow­see habe unter allen 186 über­nom­me­nen Seen zudem „eine beson­de­re Geschich­te“. „Er gehör­te ursprüng­lich zu jenen 20 Seen, die auf­grund ihrer beson­de­ren lan­des­wei­ten Bedeu­tung nicht den Kom­mu­nen, son­dern dem Umwelt­schutz beziehungs­weise der Forst­ver­wal­tung zuge­ord­net wer­den soll­ten“, erläu­ter­te der Finanz­mi­nis­ter.

Und wei­ter sag­te er: „Im Juni 2014 haben wir im Kabi­nett beschlos­sen, dass auch jene Seen mit beson­de­rer Lan­des­be­deu­tung an Kom­mu­nen über­tra­gen wer­den kön­nen, wenn Umwelt­schutz-Auf­la­gen erfüllt wer­den.“ Eine sol­che Ver­ein­ba­rung sei dann zwi­schen dem Umwelt­mi­nis­te­ri­um und der Gemein­de Schwie­loch­see im Juli 2014 geschlos­sen wor­den.

Fer­ner erläu­ter­te der Finanz­mi­nis­ter, dass von den inzwi­schen 186 über­nom­me­nen Gewäs­ser­flä­chen mit dem Gro­ßen Mochow­see schon 75 in den Besitz der jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort über­ge­gan­gen sind. Für eini­ge Gewäs­ser­flä­chen lägen die Vor­aus­set­zun­gen zur Über­tra­gung auf die Kom­mu­nen noch nicht vor. Ent­we­der es ste­he noch aus, dass das Land als Eigen­tü­mer ins Grund­buch ein­ge­tra­gen sei oder die betrof­fe­nen Kom­mu­nen hät­ten noch nicht den erfor­der­li­chen Über­nah­me­be­schluss gefasst.

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Zum Hin­ter­grund:

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die BVVG auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Inzwi­schen hat sich das Land Bran­den­burg mit der BVVG und der BImA auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te geei­nigt, mit denen das Land ins­ge­samt 186 Seen für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat.

Die Mehr­heit der vom Land über­nom­me­nen Seen wird den jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort oder dem jewei­li­gen Land­kreis zur unent­gelt­li­chen Über­nah­me ange­bo­ten. 20 Gewäs­ser­flä­chen aus dem soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­ket wur­den wegen des ange­mel­de­ten unmit­tel­ba­ren Lan­des­be­darfs der Landesnaturschutz­flächen­verwaltung beziehungs­weise der Landesforst­flächenverwaltung zuge­ord­net. Für die­se Gewäs­ser ist vor­ge­se­hen, dass sie auf Antrag und Gre­mi­en­be­schluss der jewei­li­gen Kom­mu­ne, nach Prü­fung durch das fach­lich zustän­di­ge Minis­te­ri­um und Zustim­mung des Kabi­netts nach einem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren auf die jewei­li­ge Kom­mu­ne über­tra­gen wer­den kön­nen.

Land Brandenburg übernimmt weitere 57 Gewässer und Gewässerteilflächen vom Bund

Damit schon 185 Gewässer vor Privatisierung bewahrt

Pots­dam – Die Zahl der Gewäs­ser, die das Land Bran­den­burg vor der Pri­va­ti­sie­rung bewahrt, steigt wei­ter: Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke hat jetzt eine Ver­ein­ba­rung mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) zur Über­nah­me von wei­te­ren 57 Gewäs­sern und Teil­flä­chen von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg unter­zeich­net. Der Finanz­mi­nis­ter beton­te, dass mit die­sen 57 Gewäs­ser­flä­chen das Land nun ins­ge­samt 185 Gewäs­ser vom Bund über­nom­men und damit den öffent­li­chen Zugang zu ihnen gesi­chert hat.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke: „Ich gebe zu, dass es zunächst schwer nach­zu­voll­zie­hen war, dass der Bund nicht bereit war, die Seen kos­ten­los auf Bran­den­burg zu über­tra­gen. Schließ­lich han­delt es sich bei den Seen um Volks­ei­gen­tum, das der Bund von der DDR ‚geerbt‘ hat­te.“ Man sei den­noch den Schritt gegan­gen, da das Posi­ti­ve über­wie­ge. „Man stel­le sich nur kurz vor, die­se 185 Seen wären pri­va­ti­siert wor­den und womög­lich wäre der Zugang zu eini­gen der Gewäs­ser nicht mehr mög­lich. Das Unver­ständ­nis der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hät­te ich voll und ganz nach­voll­zie­hen kön­nen. Ganz zu schwei­gen von den nega­ti­ven Fol­gen für den Tou­ris­mus im Land.“

Gemäß der nun geschlos­se­nen Ver­ein­ba­rung hat das Land Bran­den­burg neben den 57 Gewässer(teil)flächen – zu denen unter ande­rem der Krum­mer See im Boit­zen­bur­ger Land (Ucker­mark) und der Pfer­de­teich in Döbern (Spree-Nei­ße) zäh­len – wei­te­re Flä­chen über­nom­men, die sechs bereits über­nom­me­ne Gewäs­ser­flä­chen ergän­zen. Hier­zu gehö­ren unter ande­rem der Fünf­ei­cher See in der Gemein­de Schlau­be­tal (Oder-Spree) und der Mot­zener See in der Stadt Mit­ten­wal­de (Dah­me-Spree­wald). Die ins­ge­samt 63 Gewäs­ser beziehungs­weise Teil­flä­chen von Gewäs­sern sind der zwei­te Teil des soge­nann­ten drit­ten Gewäs­ser­pa­ke­tes, das das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der BVVG geschlos­sen hat­te. Es han­delt sich dabei vor­ran­gig um Gewäs­ser­flä­chen, die klei­ner als fünf Hekt­ar sind. Für die­se Flä­chen mit ins­ge­samt rund 300 Hekt­ar Flä­che zahl­te das Land einen Aus­gleichs­be­trag von rund 460.000 Euro.

Ins­ge­samt hat das Land Bran­den­burg bis heu­te vier Gewäs­ser­pa­ke­te mit dem Bund geschlos­sen. Für die in der Sum­me 185 Gewäs­ser­flä­chen zahl­te das Land Aus­gleich­be­trä­ge von ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Pake­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus. Die Über­nah­me wei­te­rer Gewässer(teil)flächen wird der­zeit geprüft.

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Gewäs­ser­pa­ke­te.

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Zum Hin­ter­grund:

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die BVVG auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Inzwi­schen hat sich das Land Bran­den­burg mit der BVVG und der BImA auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te geei­nigt, mit denen das Land ins­ge­samt 185 Seen oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern für ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat.

Die Mehr­heit der vom Land über­nom­me­nen Seen wird den jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort oder dem jewei­li­gen Land­kreis zur unent­gelt­li­chen Über­nah­me ange­bo­ten. 19 Gewäs­ser­flä­chen aus dem soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­ket wur­den wegen des ange­mel­de­ten unmit­tel­ba­ren Lan­des­be­darfs der Landesnatur­schutz­flächenverwaltung beziehungs­weise der Landes­forst­flächen­verwaltung zuge­ord­net. Für die­se Gewäs­ser ist vor­ge­se­hen, dass sie auf Antrag und Gre­mi­en­be­schluss der jewei­li­gen Kom­mu­ne, nach Prü­fung durch das fach­lich zustän­di­ge Minis­te­ri­um und Zustim­mung des Kabi­netts nach einem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren auf die jewei­li­ge Kom­mu­ne über­tra­gen wer­den kön­nen.

Finanzstaatssekretärin Trochowski übergibt den Kietzer See an die Gemeinde Neuhardenberg

Damit sind schon 49 der 128 vor Privatisierung bewahrten Gewässer im Land an Kommunen übergegangen

Neu­har­den­berg – Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Pro­tes­ten gegen eine mög­li­che Pri­va­ti­sie­rung von Gewäs­sern im Land Bran­den­burg hat heu­te Finanz­staats­se­kre­tä­rin Danie­la Tro­chow­ski einen wei­te­ren vom Bund über­nom­me­nen See an die Kom­mu­ne vor Ort über­tra­gen: Die Staats­se­kre­tä­rin über­gab eine rund 31,4 Hekt­ar gro­ße Teil­flä­che des Kiet­zer Sees an die Gemein­de Neu­har­den­berg. Im Neu­ha­ge­ner Orts­teil Alt­fried­land über­reich­te Tro­chow­ski an Neu­har­den­bergs Bür­ger­meis­ter Det­lef Korb­a­nek eine ent­spre­chen­de Urkun­de.

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die Über­nah­me von inzwi­schen 128 Seen für ins­ge­samt 6,35 Mil­lio­nen Euro.

Staats­se­kre­tä­rin Danie­la Tro­chow­ski sag­te bei der Über­ga­be: „Der Kiet­zer See ist der größ­te Teich der Alt­fried­län­der Seen- und Teich­land­schaft. Er gehört zum Euro­päi­schen Vogel­schutz­ge­biet im Natur­park Mär­ki­sche Schweiz. Heu­te über­ge­be ich Teil­flä­chen von rund 31,4 Hekt­ar. Ins­ge­samt ist der Kiet­zer See rund 200 Hekt­ar groß.“

Wei­ter erläu­ter­te die Staats­se­kre­tä­rin, dass von den inzwi­schen 128 über­nom­me­nen Gewäs­ser­flä­chen mit dem Kiet­zer See schon 49 in den Besitz der jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort über­ge­gan­gen sind. Für 60 Gewäs­ser­flä­chen lägen die Vor­aus­set­zun­gen zur Über­tra­gung auf die Kom­mu­nen noch nicht vor. Ent­we­der ste­he noch die Ein­tra­gung des Lan­des als Eigen­tü­mer ins Grund­buch aus oder die betrof­fe­nen Kom­mu­nen hät­ten noch nicht den erfor­der­li­chen Über­nah­me­be­schluss gefasst.

Unter den poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen hal­te ich es für rich­tig, die vom Bund ange­bo­te­nen Seen zu über­neh­men, um damit auch künf­tig den öffent­li­chen Zugang zu die­sen Gewäs­sern zu gewähr­leis­ten und eine Pri­va­ti­sie­rung zu ver­hin­dern“, sag­te die Staats­e­kre­tä­rin.

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Zum Hin­ter­grund:

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die BVVG auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Inzwi­schen hat sich das Land Bran­den­burg mit der BVVG und der BImA auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te geei­nigt, mit denen das Land ins­ge­samt 128 Seen für ins­ge­samt 6,35 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat. Die Über­nah­me eines zwei­ten Teils des soge­nann­ten drit­ten Gewäs­ser­pa­ke­tes steht noch aus.

Die Mehr­heit der vom Land über­nom­me­nen Seen wird den jewei­li­gen Kom­mu­nen vor Ort oder dem jewei­li­gen Land­kreis zur unent­gelt­li­chen Über­nah­me ange­bo­ten. 19 Gewäs­ser­flä­chen aus dem soge­nann­ten ers­ten Gewäs­ser­pa­ket wur­den wegen des ange­mel­de­ten unmit­tel­ba­ren Lan­des­be­darfs der Landes­natur­schutz­flächen­verwaltung beziehungs­weise der Landes­forst­flächen­verwaltung zuge­ord­net. Für die­se Gewäs­ser ist vor­ge­se­hen, dass sie auf Antrag und Gre­mi­en­be­schluss der jewei­li­gen Kom­mu­ne, nach Prü­fung durch das fach­lich zustän­di­ge Minis­te­ri­um und Zustim­mung des Kabi­netts nach einem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren auf die jewei­li­ge Kom­mu­ne über­tra­gen wer­den kön­nen.