Symbolbild: Segelboot (Foto: Wandertom/pixabay)

124 Seen und Gewässer in kommunaler Hand

Finanzminister Görke: 74 verschiedene Kommunen haben bereits seit 2015 Gewässer übertragen bekommen / Weitere Gewässer werden 2018 folgen

Pots­dam – Das Land Bran­den­burg hat im Jahr 2017 wei­te­re acht Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern vom Bund über­nom­men. Damit umfas­sen die soge­nann­ten vier Gewäs­ser­pa­ke­te inzwi­schen ins­ge­samt 194 Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern mit einer Gesamt­flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Das geht aus einer Bilanz des Finanz­mi­nis­te­ri­ums zu den Gewäs­ser­pa­ke­ten zum Jah­res­en­de 2017 her­vor. Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf die vier Gewäs­ser­pa­ke­te.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke erklär­te zur Bilanz zum Jah­res­en­de 2017: „Von den ins­ge­samt 194 vom Bund über­nom­me­nen Seen und Gewäs­ser­flä­chen konn­ten wir bereits 124 auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen. Ins­ge­samt haben bis zum Ende die­ses Jah­res damit 74 ver­schie­de­ne Kom­mu­nen Gewäs­ser oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern mit einer Grö­ße von ins­ge­samt rund 3.300 Hekt­ar vom Land über­nom­men. In die­sem Jahr konn­ten wir bei­spiels­wei­se die West­hälf­te des Groß Glie­ni­cker Sees auf die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam über­tra­gen (rund 36 Hekt­ar). Im Land­kreis Dah­me-Spree­wald über­nahm die Gemein­de Bes­ten­see den Ton­see (rund 38 Hekt­ar), im Land­kreis Mär­kisch-Oder­land die Gemein­de Fal­ken­berg den Gamen­see (rund 18 Hekt­ar) und im Land­kreis Ucker­mark die Gemein­de Ucker­land den Lüb­ben­ower See (rund 34 Hekt­ar).“

Zugleich kün­dig­te Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter an, dass zum 1. Janu­ar 2018 fünf wei­te­re Gewäs­ser­flä­chen auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­ge­hen wer­den.

 

Rück­blick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und
‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 194 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.490 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.