Symbolbild: Seeufer (Foto: SusanneHornauer/pixabay)

Finanzminister Görke: 2500 Hektar Seen und Gewässer in kommunaler Hand

Seit 2015 wurden 81 Gewässer an 48 Kommunen übertragen und weitere werden folgen

Pots­dam – Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg seit 2009 beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen an das Land ein­ge­setzt. Inzwi­schen sind bereits vier Gewäs­ser­pa­ke­te mit dem Bund aus­ver­han­delt, die ins­ge­samt 186 Seen betref­fen.

Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke zog zum Jah­res­en­de 2016 Bilanz und erklär­te in die­sem Zusam­men­hang: „In den letz­ten bei­den Jah­ren konn­ten wir bereits 81 Seen und Gewäs­ser­flä­chen mit einer Grö­ße von ins­ge­samt rund 2.500 Hekt­ar auf 48 Bele­gen­heits­kom­mu­nen über­tra­gen. Bei­spiel­haft genannt sei­en hier der Fahr­län­der See mit einer Flä­che von rund 256 Hekt­ar, der auf die Lan­des­haupt­stadt Pots­dam über­tra­gen wer­den konn­te, sowie der Gro­ße Mochow­see mit einer Flä­che von rund 130 Hekt­ar, der jetzt der Gemein­de Schwie­loch­see gehört. Unser Ziel, mit der Über­nah­me der Seen vom Bund eine Pri­va­ti­sie­rung der Gewäs­ser­flä­chen zu ver­hin­dern und deren öffent­li­che Zugäng­lich­keit für die All­ge­mein­heit zu sichern, wer­den wir auch wei­ter ver­fol­gen. Zum Jah­res­wech­sel 2016/2017 wer­den zwei wei­te­re Gewäs­ser­flä­chen nebst Umgriff auf die jewei­li­ge Bele­gen­heits­kom­mu­ne über­tra­gen: der rund 16 Hekt­ar gro­ße Gan­ti­kower See auf die Stadt Kyritz und der Schma­le See mit einer Flä­che von rund 30 Hekt­ar auf die Gemein­de Hop­pe­gar­ten.“

Rück­blick:

Nach­dem der Bund 2009 end­gül­tig eine kos­ten­freie Über­tra­gung der Seen und Gewäs­ser­flä­chen auf das Land Bran­den­burg abge­lehnt hat­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen Boden­ver­wer­tungs- und ‑ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) in nun­mehr vier Gewäs­ser­pa­ke­ten auf die Über­nah­me von inzwi­schen 186 Seen oder Teil­flä­chen von Seen mit einer Flä­che von rund 4.400 Hekt­ar. Für die­se vier Gewäs­ser­pa­ke­te zahl­te das Land Aus­gleichs­be­trä­ge in Höhe von ins­ge­samt rund 6,8 Mil­lio­nen Euro. Wäh­rend die ers­ten bei­den mit der BVVG geschlos­se­nen Gewäs­ser­pa­ke­te vor­ran­gig Gewäs­ser mit jeweils mehr als fünf Hekt­ar Flä­che umfass­ten, gehö­ren zum drit­ten – eben­falls mit der BVVG geschlos­se­nen – Paket klei­ne­re Gewäs­ser­flä­chen. Das vier­te Gewäs­ser­pa­ket han­del­te das Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) aus.