Kommunalisierung von Gewässern in Brandenburg

Nach Pro­tes­ten aus den neu­en Bun­des­län­dern, ins­be­son­de­re Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Bran­den­burg, hat­te sich die bun­des­ei­ge­ne Boden­ver­wer­tungs- und ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (BVVG) auf Initia­ti­ve von SPD und Lin­ke im August 2009 bereit­erklärt, im Rah­men eines Mora­to­ri­ums die wei­te­re Pri­va­ti­sie­rung von Seen aus dem Treu­hand­ver­mö­gen vor­erst ein­zu­stel­len und Ver­hand­lun­gen mit den Län­dern auf­zu­neh­men.

Um den öffent­li­chen Zugang für die Bran­den­bur­ge­rin­nen und Bran­den­bur­ger zu den Gewäs­sern zu erhal­ten, hat­te sich das Land Bran­den­burg beim Bund gegen eine Pri­va­ti­sie­rung und zunächst für eine kos­ten­lo­se Über­tra­gung der Seen ein­ge­setzt. Nach­dem der Bund dies ablehn­te, einig­te sich Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­te­ri­um mit der bun­des­ei­ge­nen BVVG und der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) auf vier Gewäs­ser­pa­ke­te, mit denen das Land ins­ge­samt 194 Seen oder Teil­flä­chen von Gewäs­sern für ins­ge­samt rund 6,9 Mil­lio­nen Euro über­nom­men hat.